Gesellschaft für Gesundheitsförderung

Wirkung auf den Körper

Sie werden Ihren Körper nach dem Fasten nicht wiedererkennen! Nicht nur beim Blick in den Spiegel, sondern auch durch ein neues Körpergefühl - wie neugeboren. Auch bietet das Fasten eine gute Gelegenheit, fest eingefahrene Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und umzustellen.

Fasten kann bei vielen Krankheiten Linderung oder Heilung bringen. Genauso ist in anderen Fällen vom Fasten abzuraten. Im Zweifelsfall bitte immer einen Arzt zu Rate ziehen!

Die meisten Fastenmethoden beginnen mit einer Reinigung des Darmes. Durch Einname von Salzlösungen, Sauerkrautsaft oder durch Einläufe werden alle Verdauungsreste ausgeschwemmt.
Innerhalb der ersten 3 Tage stellt sich der Körper dann auf "innere" Ernährung um. In diesen 3 Tagen kann (nicht muss) es auch zu unangenehmen Begleiterscheinungen kommen: Kopfschmerzen, niederer Blutdruck, Hautreaktionen, Schlafstörungen, negative Stimmung.

Das Hungergefühl verschwindet ebenfalls in dieser Zeit. Kaum zu glauben!

Nach dieser Umstellungsphase lebt der Körper von seinen Reserven, vor allem vom Fettpolster. In vielen Büchern wird beschrieben, das sogenannte "Schlacke" abgebaut wird. Damit sind angesammelte Giftstoffe gemeint, die sich in menschlichen Organismus abgelagert haben und nun ausgeschieden werden.

Nach der Umstellungszeit steigt dann auch das Wohlbefinden wieder. Die Beschwerden lassen nach und verschwinden, weichen einem positiven Körpergefühl. Bei Fastenzeiten unter einer Woche ist es deshalb möglich, das dieses besondere Wohlbefinden nicht genossen werden kann.

Wirkung auf die Seele

Fasten - ein Weg wieder zu sich zu finden, sich neu zu orientieren, sich von Unnötigem zu befreien.

Jeder von uns ist vielen Einflüssen ausgesetzt. Ob im Beruf oder privat, ob durch sich selbst oder durch unsere Umwelt, ständig ist etwas los. Ständig sind wir Reizen ausgesetzt, ständig werden wir mit Informationen überflutet.

Fasten bedeutet STOP zu sagen, freiwillig zu verzichten um Ruhe einkehren zu lassen.

Auf je mehr wir verzichten, desto ruhiger wird es.

Der Weg zu uns selbst wird langsam wieder frei, wir öffnen uns nach innen. Dabei können sich viele Verhärtungen und Knoten lösen, erstaunlich klare Gedanken kommen und neue Möglichkeiten sichtbar werden. Ideal um sich zu besinnen, auf den eigentlichen Sinn zu hören.

Das besondere am Fasten ist, dass durch den seelischen und körperlichen Verzicht, der gesamte Mensch diese tiefen Erfahrungen macht. Das diese Erfahrungen richtig spürbar werden.

Hilfestellung beim Besinnen bieten folgende Bücher von Peter Müller: "Leben spüren" und "Fasten - dem Leben Richtung geben".


Dr. Otto Buchinger, der Schöpfer der Buchinger-Methode, meint dazu:
"Recht interessant und noch wenig erforscht ist die Psychologie des Fastens.
Die Beobachtung von über 2 500 Fastenkuren gibt uns das Recht zur Schilderung: Eine Art Lösung und Lockerung verkrampften seelischen Gefüges ist erkennbar, eine Klärung der Lage und eine höhere Feinfühligkeit. Das analytische Denken ist anfangs erschwert, die Intuition vertieft und erleichtert.

Zu Anfang des Fastens erleben wir einen kurzen, aber deutlichen Pendelschlag der Gemütslage nach der depressiven Seite. Dann einen deutlichen Ausschlag nach dem Gegenteil, der manischen Seite: wir finden erleichterte Gedankenabläufe, erhöhte seelische Produktivität. Neben der stärkeren Sensibilisierung (Instinktverfeinerung) erfahren wir auch gelegentlich glatte Lösungen neurotischer Verkrustungen; der wahre Kern kommt heraus, es ist ein Zusichselberkommen.

Der innere Ruhepunkt, das Meta Zentrum wird entdeckt, eben die innere Heimat."


Nicht alle Fastenkurse legen besonderen Wert auf diesen spirituellen Aspekt des Fastens. So sind diejenigen besonders gekennzeichnet.

Verzichten fällt nicht immer leicht - aber es lohnt sich!



Wirkung auf den Körper
 
Wirkung auf die Seele