Alexander GraffiFasten - ein Weg zu innerem Reichtum
Guten Tag!
Ich war selbst von der umfassenden Wirkung des Fastens beeindruckt. Fasten erleichtert und reinigt - sowohl körperlich als auch seelisch.
Interview anlässlich des neuen Fastenprogrammes im Kloster Pernegg:
Zur eigenen Person
Wie ist Dein persönlicher Werdegang?
Ich wurde 1967 in Wien geboren und habe mich mit 14 für eine technische Ausbildung entschieden: Höhere Technische Lehranstalt, Fachrichtung Elektrotechnik. Nach der Matura begann ich einschlägig zu arbeiten, bis ich im Alter von 27 Jahren eine berufliche Sinnkrise durchmachte.
Danach startete ich im Verkauf einer Firma, die elektronische Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen vertreibt. Nach kurzer Zeit wurde ich dort Geschäftsführer.
7 erfolgreiche Jahre später sprach mich ein neues Thema immer mehr an: das Fasten. Nach einer faszinierenden Fastenwoche gründete ich die Internetplattform „Fasten für Alle“, die sich zur führenden Plattform im deutschsprachigen Raum entwickelt hat. Ich absolvierte eine Fastengruppenleiter-Ausbildung in Deutschland und machte mich selbstständig.
Zur Zeit bin ich freiberuflicher Fastenleiter. Mein Geschäftspartner Roman Walters und ich betreiben die Internet-Platttformen „Fasten für Alle – Ihr Fastenbegleiter im Internet“ und „AuszeitReisen – Zeit für Dich“.
Besonders liegt mir die Kombination von beruflicher Orientierung mit Fasten am Herzen.
Welche Ausbildungen hast Du?
Fastengruppenleiter – Katholisches Bildungswerk Rottweil
Berufsorientierungstrainer – Wifi Wien
Welchen Erfahrungshintergrund hast Du in Deiner beruflichen Praxis?
Bisher habe ich in meinen Kursen über 400 Menschen beim Fasten begleiten dürfen. Als Fach-Redakteur bei „Fasten für Alle“ beantworte ich ca. 1000 Fragen zum Thema Fasten pro Jahr.
Welche persönlichen Gesundheitsstrategien sind für Dich wichtig?
Gesundheit ist für mich: ein zufriedenes und sinnerfülltes Leben zu leben.
Deshalb weiß ich, wenn ich danach trachte, meiner Berufung entsprechend sinnvoll zu leben, fühle ich mich gesund. Krankheiten, Behinderungen und Leid sind, wenn sie auftreten, wichtige Wegweiser, um den richtigen Weg finden zu können.
Was sind Deine persönlichen Stärken und Schwächen?
Ich kann mich gut auf Menschen einstellen und mich in sie hineinfühlen.
Größeren Konflikten gehe ich lieber aus dem Weg.
Ich bringe es fertig, wildfremde Menschen zu einer harmonischen Gruppe zusammen zu führen.
Nein zu sagen, fällt mir schwer.
Ich habe Humor, bin freundlich und kann auch über mich selbst lachen.
Witze kann ich mir nicht merken.
Ich urteile nicht über Menschen.
Namen merke ich mir auch sehr schwer.
Ich bin sehr kreativ und schaffe gerne Neues.
Meine Beharrlichkeit könnte ausgeprägter sein.
Ich kann Spiritualität vermitteln.
Loslassen muss ich immer wieder üben.
Ich liebe.
Verzeihen ist nicht einfach für mich.
Ich mag Herausforderungen.
Und habe trotzdem Angst.
Ich vertraue Gott.
Nicht immer.
Ich faste gerne.
Essen und Trinken mag ich auch.
Wie bist Du zum Fasten gekommen?
Ich habe immer wieder davon gehört und zunächst nichts davon gehalten. Es hat mich aber dann doch immer mehr interessiert und als ich dann erstmals selber fastete, war ich begeistert. Und bin es bis heute!
Hast Du ein persönliches Lebensmotto?
„Herr, was willst du, das ich tue?“
Allgemeines
Was ist das wichtigste generell am Fasten?
Abstand zum Alltag und zu Oberflächlichkeiten zu bekommen. Damit die eigene Mitte wieder Zeit und Raum erhält. Und überflüssiger Ballast abgeworfen werden kann.
Welchen Gewinn siehst Du beim Fasten?
Zu Erkennen, was persönlich gerade wirklich wichtig ist und falsche Wege loslassen zu können.
Was ist Dir am Wichtigsten in der Vermittlung Deiner Fastenphilosophie?
Wahrzunehmen, was der/die einzelne TeilnehmerIn gerade braucht und Geborgenheit und gleichzeitig Freiraum zu schaffen.
Was war Dein schönstes Fastenerlebnis?
Die erste richtige Gemüsesuppe nach meinem ersten Fastenbrechen war für mich ein überwältigendes Erlebnis. Die geschmackliche Vielfalt, das angenehme Gefühl im Bauch und die freudige Dankbarkeit, essen zu können bescherten mir tiefgehendes Wohlbefinden. Eine Woche davor hätte ich keiner Gemüsesuppe der Welt diese Wirkung auf mich zugetraut.
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